Seit 9 Tagen ist die Fliessgewässer-Saison 2019 im Kt. SZ eröffnet. Während in den Niederungen gute, tiefe Wasserstände bei moderaten Temperaturen um 4-8°C vorherrschen und die Fischereiverwaltung für genügend Besatz gesorgt hat, liegt in den oberen Lagen nach wie vor Schnee. Der Schnee hat hier (ca. 1350 m ü.M.) letzte Woche begonnen zu schmelzen und führt zu tiefen Temperaturen (1-4°C) und unbefischbarem Wasser.

Regulierte Gewässer wie die Sihl (untere Strecke) boten sich in Woche1 bei Sonnenschein und angenehmen Lufttemperaturen daher geradezu an. An den ersten beiden Tagen dürfte manch einer arbeitsfrei genommen haben. Auf einer Strecke von 500m wurden von gesehenen 9 Ruten innert 2 Stunden mind. 12 Fische behändigt, meist auf Nymphe, alle massig. Mit einer Ausnahme (1Fisch auf 6 bei uns) alles frisch besetzte Bachforellen 2+, um die 280g die Edle; und reichlich Öl an den Pylorus-Anhängen!

Trotz eines kleinen Kälteeinbruchs Ende letzter Woche dürfte ein Grossteil der besetzten Fische mittlerweile bereits abgeerntet worden sein.

In Woche2 haben wir daher die Sihl im oberen Bereich befischt und bewattet. Bei geschätzer Wassertemp. von 8°C und leicht höherem aber optimalem Wasserstand gings von der eindrücklichen "Tüfelsbrugg" abwärts bis zum eindunkeln (geographische Angabe...).

 

Hier an der "Tüfelsbrugg" bei Egg a.E.

 

Die Strecke verfügt über einige langezogene, vielversprechende Pools. Um es vorweg zu nehmen: Spannende Sache, aber nicht ganz so ergiebig, wie der Schein des nahen Paracelsus-Geburtshaus gleich neben der Brücke; homöopathische Fischdosis eben!

Einzige Bachforelle welche uns von ganz nah gesehen hat20190409_164816.jpg

Auch ein Wechsel von Streamer auf Nymphe (Sedge pupa tungstenhead) brachte kein besseres Resultat. Mitten im Wald, Kollege Graureiher bei frischer Tat ertappt. Aha. Das gute dabei: Dort wo der Reiher fischt, hat's Fisch.

Fazit: Allzuviel Fisch scheint hier nicht zu wohnen. Ob dies dem Tribut des letzten Hitze-Sommer 2018 gezollt ist? Und, die Baby-Spey #7/8 (Einhand-Rating) ist ein angenehmes Gerät, bei Niedrigwasserstand wie aktuell in der oberen Sihl aber nur in den längeren Läufen zu gebrauchen. Für das Indianer-Fischen im Wald nehmen wir nächstes mal feineres Gerät.

Unter der Brücke ein Fischchen. Auf 1 Km Strecke einen Jährling gesehen. Kein Fisch sonst, kein Steiger, keine einzige Eintagsfliege und abgesehen von ein paar Zuckmücken eigentlich gar nichts aufregendes. Landschaftlich schön und die langen Pools jedesmal von neuem Hoffnung bringend, also Erlebnis garantiert. Ausbeute, naja. Kategorie Schön war's.

PS: An Land, unweit des Flussufers

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